Info: Rendite in der Krise

 

Wegen Niedrigzinsen und Eurokrise horten die Deutschen ihr Geld: Allein auf Tagesgeld- und Girokonten liegen 700 Milliarden Euro. Dabei gibt es lukrativere Alternativen. Wo es lohnt, Geld anzulegen. Von Elke Schulze, Daniel Bakir und Joachim Reuter

 

Vom Vertrauen in den Kapitalmarkt ist wenig geblieben: Die Zinsen sind extrem niedrig. Mit sicherem Sparen ist die Preissteigerung kaum noch auszugleichen. Staatsanleihen mancher EU-Länder gelten als Hochrisikopapiere. Zudem ist fast jeder schon mal mit einer vermeintlich sicheren Anlage auf die Nase gefallen oder kennt zumindest jemanden, dem das passiert ist. Erst traf es die angeblich sicheren Investmentfonds, die dauerhaft ins Minus rutschten, dann lösten sich von Bankern empfohlene Zertifikate praktisch in Nichts auf, und inzwischen ist selbst die staatlich geförderte Riester-Altersvorsorge als Zuschussgeschäft verschrien.

Die Folge ist paradox: Obwohl es nur Minizinsen gibt, liegen auf deutschen Sparbüchern rund 500 Milliarden Euro. Knapp 700 Milliarden Euro sind auf Tagesgeld- und Girokonten geparkt. Macht zusammen 1,2 Billionen Euro. Zum Vergleich: Die gesamte Staatsverschuldung liegt bei rund zwei Billionen Euro. Wie groß muss die Verunsicherung sein, wenn man Zinsen in Kauf nimmt, die nicht einmal den Kapitalerhalt sichern?

"Der Weitblick ist verloren gegangen", sagt Jutta von Bargen, Leiterin des Vermögensmanagements der Hamburger Volksbank. Normalerweise lässt sich eine einigermaßen verlässliche Prognose treffen, wie sich die Wirtschaft entwickelt. Das funktioniert aber derzeit nicht, denn es sind keine normalen Zeiten. "Viele Kunden würden am liebsten den Kopf in den Sand stecken und warten, bis diese Phase der Unsicherheit vorbei ist." Die Sparer verharren und spekulieren so doch - nämlich darauf, dass die Zinsen irgendwann wieder steigen. Doch bislang geschieht das Gegenteil. Anfang Juli hat die Europäische Zentralbank die Zinsen weiter gesenkt. Der durchschnittliche Satz für Tagesgeld liegt nur noch bei 1,15 Prozent. Doch auch in diesen Zeiten sind die Sparer keineswegs zum Nichtstun verdammt - wenn sie ein wenig Risikobereitschaft mitbringen.
Keine Anlagealternativen ist ohne Risiko.

 


Tipp:

Stellen Sie sich eine Frage: Warum werden die Banken so scharf kontrolliert? Wenn Sie die Frage beantwortet haben, dann stellen Sie sich noch zwei weitere Fragen: Muss ich den Banken vertrauen? Und will ich mich überhaupt um diese Dinge kümmern?

 

Ich kenne Ihre Antwort.

 

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Bitte beachten Sie, dass dieses Angebot begrenzt auf eine bestimmte Einnahmesumme ist, danach können wir keine Anlagen mehr annehmen oder die Zinsen werden nicht mehr so hoch sein.